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Erfassung und Reduzierung von Methanemissionen

Mit Technik und Know-how betriebsbedingten Emissionen begegnen

Unsere Gastransportinfrastruktur leistet einen wichtigen Beitrag zur sicheren Energieversorgung für Haushalte und Industrie.

Wir betrachten Erdgas zweifelsfrei als Brückenenergieträger und sind uns deshalb unserer Verantwortung für den sicheren Betrieb und den Klimaschutz bewusst. Es ist uns deswegen ein zentrales Anliegen, Methan­emissionen zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Besonders in Sachen betriebs­bedingter Emissionen, die beispielsweise bei Instandhaltungs­maßnahmen auftreten können, haben wir durch eine Vielzahl von netztechnischen Maßnahmen und eine hohe Sensibilisierung unserer Mitarbeiter­innen und Mitarbeiter bereits gute Erfolge erzielt. Da wir uns auf dem bislang Erreichten jedoch nicht ausruhen möchten, setzen wir in Zukunft noch stärker auf den Einsatz mobiler Umpumpverdichter oder katalytischer Fackeln, um die betriebs­bedingten Emissionen weiter zu senken.

Diffuse Emissionsquellen erkennen und beheben

Zentral für eine erfolgreiche Reduzierung von diffusen Methan­emissionen (Emissionen, die durch Leckagen entstehen können) ist die möglichst genaue Kenntnis darüber, wo und wie diese in unserem weitverzweigten Netz auftreten. Als Netzbetreiber untersuchen wir vor dem Hintergrund der Sicherheit daher zum einen in gemäß DVGW-Regelwerk (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.) genau festgelegten Intervallen unsere Gastransportleitungen und Stationen u.a. durch regelmäßigen Überflug mittels Hubschrauber, durch Begehung der Leitungs­trassen und Anlagen mit Mess- und Gasspürgeräten oder durch Dichtheits­prüfungen.

Zum anderen führen wir in Bezug auf den Umwelt­schutz über die sicherheits­technischen Anforderungen hinaus Messungen durch, die es uns erlauben, Emissions­quellen früher zu erkennen und zu beseitigen sowie diffuse Methan­emissionen besser zu quantifizieren.

Ein gemeinsames Ziel: Methanemissionen weiter senken – bis 2025 um weitere 50% im Vergleich zu 2015

Emissions­vermeidung ist eine Gemeinschafts­aufgabe. Deshalb engagiert sich die Thyssengas sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene zu diesem Thema. Neben unserer Teilnahme am Oil and Gas Methane Partnership unter dem Dach der Vereinten Nationen, ist hier die bislang umfangreichste koordinierte Messung von Methan­emissionen des Gasfernleitungsnetzes in Deutschland, die wir mit unseren Partner­unternehmen im Verband der Fernleitungs­netzbetreiber (FNB Gas e.V.) jüngst abgeschlossen haben, ein wesentlicher Bestandteil.

Die Ergebnisse und gemeinsamen Schlussfolgerungen dieser Messungen können Sie auf der Webseite nachlesen. Auf Basis dieser Ergebnisse haben wir uns gemeinsam mit den deutschen Fernleitungs­netz­betreibern das Ziel gesetzt, die Methan­emissionen im Bereich des Gas­transport bis 2025 um weitere 50% gegenüber 2015 zu reduzieren.

Umpumpverdichtereinsatz in Heek, Juli 2021 · Foto: Thyssengas
Drohne mit Messinstrumenten · Foto: FNB Gas