Erzeugung und Einspeisung.
Biomethan verbindet Klimaneutralität mit Versorgungssicherheit und Resilienz
Durch die Anbindung einer Biomethananlage an das Gasnetz profitieren Biomethananlagenbetreiber nicht nur von regionalen Wertschöpfungsketten, sondern ebenfalls vom flächendeckenden europäischen Handel des regional erzeugten Biomethans und können dadurch ihren Vermarktungshorizont erheblich erweitern. Bereits 26 Biomethananlagenbetreiber vertrauen auf Thyssengas und die effiziente Einspeisung von Biomethan in das Thyssengas-Netz. Bereits 9 Einspeiseanlagen sind in Betrieb und 17 weitere befinden sich aktuell in der Umsetzung. Weitere Projekte sowie Rückspeisungen von vorgelagerten Verteilnetzbetreibern in unser Fernleitungsnetz sind in Planung. Ein Trend sticht bei diesen Projekten hervor: die einzuspeisenden Biomethanmengen je Anlage wachsen stetig und die Produzenten priorisieren verstärkt Skaleneffekte und Resilienz.
Der Großteil der in Deutschland bestehenden knapp 10.000 Biogasanlagen zieht den wirtschaftlichen Nutzen überwiegend aus der vor-Ort-Verstromung des erzeugten Biogases. Nach Auslaufen der 20-jährigen EEG-Vergütung für die Stromerzeugung aus Biogas kann aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit die Stilllegung der gesamten Biogasanlage drohen. Um dies zu verhindern und die wertvolle nachhaltige Ressource Biogas nicht zu verlieren, kann die Aufbereitung zu Biomethan und die anschließende Einspeisung in das Gasnetz ein entscheidender Faktor sein, um bestehenden Erzeugungsanlagen eine Zukunftsperspektive zu geben.
Durch die Vorgaben der europäischen Richtlinie für erneuerbare Energien (RED II / III) eröffnet sich parallel für weitere Marktteilnehmer außerhalb der Landwirtschaft die Möglichkeit Biomethan durch als nachhaltig definierte Einsatzstoffe zu produzieren. Auf kommunaler Ebene bietet beispielsweise Biomethan aus der Gasaufbereitung von Kläranlagen, die Vergärung von Lebensmittel- und Pflanzenabfälle aus Haushalten oder gewerblichen Betrieben bis hin zur Nutzung von Resten aus Landschaftspflegearbeiten die Möglichkeit regionale Einsatzstoffe zu nutzen und in den lokalen und europäischen Markt einzubringen. Bei Nutzung dieses Potenzials durch einen konsequenten Ausbau der Biomethanaufbereitung und -einspeisung, können gemäß dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bereits 2030 bis zu 100 TWh Biomethan in die deutschen Gasnetze eingespeist werden.
Anlagenverbund und Skaleneffekte nutzen für niedrige Kosten und hohe Resilienz
Mit der Sammelleitung zum Ziel. Der Auslauf aus der EEG-Förderung und die Umstellung auf eine Biogaseinspeisung inklusive Aufbereitungsanlage bedeuten zunächst zusätzliche Investitionen. Doch was für den einzelnen Produzenten unwirtschaftlich erscheint, kann ein Zusammenschluss von Produzenten durch die Verteilung der Kosten ermöglichen. Hierbei bündeln die einzelnen Produzenten ihre Rohbiogasanlagen über eine Sammelleitung und transportieren das Rohbiogas gemeinsam zu einer zentralen Aufbereitungsanlage in der Nähe des Gasnetzes. Die Ausnutzung der Skaleneffekte reduziert dabei die finanzielle Belastung jedes an die Sammelleitung angeschlossenen Produzenten und erhöht die Wirtschaftlichkeit des angebotenen Biomethans. Neben dieser Variante stellt auch die Bündelung von Einsatzstoffen in einem regionalen Umkreis mit einer zentralen Biogasproduktion und Biomethanaufbereitung eine wirtschaftliche, und skalierbare Option dar. Thyssengas kann durch die Realisierung einer Vielzahl an Einspeiseanlagen auf Basis von Sammelleitungen oder Einsatzstoffbündelungen die eigene Erfahrung in neue Projekte einbringen und unterstützen. Sprechen Sie uns gern an - die Kontaktdaten finden Sie unten auf dieser Seite.
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Um die optimale Lösung für die Einspeisung zu finden, bietet Thyssengas Ihnen von Anfang an umfassende Unterstützung. Gemeinsam entwickeln wir mit Ihnen einen Fahrplan, der Schritt für Schritt den Zugang zu der Infrastruktur der Thyssengas festlegt. Von der Antragsstellung bis zur Inbetriebnahme begleitet Thyssengas Sie durch den gesamten Prozess.
1.
Großanlage
(Rheine, 4.800 Nm³/h, 16 bar, Großanlage)
2.
Reken
(Reken-Boom, 1.200 Nm³/h, 25 bar, Sammelleitung)
3.
Krefeld I
(Krefeld, 1.200 Nm³/h, 67,5 bar, Kläranlage)
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