Thyssengas erreicht für geplantes Wasserstoff-Leitungssystem Rommerskirchen-Wesseling Verzicht auf die Raumverträglichkeitsprüfung

Der Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas kann für das geplante Wasserstoff-Leitungssystem Rommerskirchen-Wesseling auf eine Raumverträglichkeitsprüfung verzichten. Die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln haben diesen Schritt Ende Juli 2026 bestätigt. Damit startet das Projekt nun in die Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens.

Der Verzicht auf die Raumverträglichkeitsprüfung ermöglicht es, die raumordnerischen Belange direkt im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zu behandeln. Für die weitere Planung wurde auf Basis einer Trassierungsstudie ein Vorzugskorridor festgelegt und mit den Raumordnungsbehörden abgestimmt. Auf dieser Grundlage wird nun ein flurstück- und betroffenheitsscharfer sowie (bau)technisch umsetzbarer Trassenverlauf entwickelt. Zusätzlich werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren (PFV) vorbereitet. 

Im April und Mai hatte Thyssengas in Hürth, Pulheim, Wesseling und Bergheim öffentliche Dialogmärkte zum Projekt veranstaltet. Die dort gesammelten Hinweise können nun für das Planfeststellungsverfahren berücksichtigt werden.

Über das Projekt
Das Leitungssystem Rommerskirchen-Wesseling schließt das Rheinland an das entstehende Wasserstoff-Kernnetz an. Hierfür stellt Thyssengas bestehende Erdgas-Leitungen auf den Transport von Wasserstoff um und verbindet diese durch Neubau-Abschnitte. Über das rund 45 Kilometer lange Leitungssystem sichert Thyssengas eine Wasserstoff-Versorgungsperspektive für Industrie und Mittelstand vor Ort. Um die Region auch während des Übergangs zur Wasserstoff-Nutzung weiterhin zuverlässig mit Erdgas versorgen zu können, plant Thyssengas außerdem eine neue Erdgas-Leitung von Hoeningen (Rommerskirchen) nach Oberaußem (Bergheim). Die Leitung wird von Beginn an so ausgelegt, dass sie perspektivisch ebenfalls Wasserstoff transportieren kann.
Mehr zum Projekt unter: h2-rommerskirchen-wesseling.de

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