Hintergrund ist, dass ab der vor kurzem bestätigten Umstellung der letzten L-Gas-Speicher keine zusätzliche feste Entry-Versorgung mehr von dem VIP zur Sicherstellung der im L-Gas gebrauchten Absatzmengen erforderlich ist. Um dennoch die Buchung benötigter Kapazitäten zu ermöglichen, wird das ursprüngliche feste Kapazitätsvolumen künftig als unterbrechbare Kapazität zur Verfügung stehen.
Diese Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit der Bundesnetzagentur und ist unter anderem eine Reaktion auf die weiterhin bestehenden Konvertierungsbedarfe im Marktgebiet, die durch Wechsel auf das unterbrechbare Angebot begrenzt und künftig nur noch kurzfristig gebucht werden können. Zudem adressiert die Anpassung die im vergangenen Sommer aufgetretenen Auffälligkeiten, die durch THE an die Markttransparenzstelle gemeldet wurden und denen die Markttransparenzstelle seither nachgeht.
Bestehende Kapazitätsverträge, die bereits heute für einen Zeitraum über den 1. April 2027 hinaus abgeschlossen wurden, behalten bis zu ihrem jeweiligen Vertragsende ihre Gültigkeit.
Ziel der beschriebenen Maßnahmen ist es, allen Marktteilnehmern im Rahmen der Marktraumumstellung verlässliche und breit nutzbare Lösungen anzubieten und den Rückbau des L-Gas-Marktgebiets für sämtliche Akteure möglichst effizient, transparent und diskriminierungsfrei zu gestalten. Daran arbeiten die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber gemeinsam mit der Bundesnetzagentur.