Thyssengas, Open Grid Europe und Vereinigung des Emsländischen Landvolkes verständigen sich auf Rahmenvereinbarung

Für das Wasserstoff-Leitungsprojekt Emsbüren-Dorsten haben Thyssengas H2 GmbH, Open Grid Europe GmbH (OGE) und die Vereinigung des Emsländischen Landvolkes e.V. (VEL) eine Rahmenvereinbarung für den Leitungsabschnitt Niedersachsen geschlossen. Sie bildet eine verlässliche Grundlage für den Rechtserwerb und für die anstehenden Gespräche mit Eigentümern und Bewirtschaftern.

Die Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas und OGE haben sich mit der VEL auf eine
Rahmenvereinbarung für den Rechtserwerb für das Wasserstoff-Leitungsprojekt Emsbüren-
Dorsten verständigt. Die Rahmenvereinbarung gilt für den Leitungsabschnitt Niedersachsen und
bildet die Grundlage für die anstehenden Abstimmungen mit den betroffenen Eigentümern und
Bewirtschaftern von landwirtschaftlichen Flächen. Sie legt gemeinsame Leitlinien für den
Rechtserwerb fest und schafft damit Transparenz und Orientierung für die nächsten Schritte.

„Mit der gemeinsamen Rahmenvereinbarung haben wir eine gute Grundlage für den weiteren
Projektverlauf geschaffen. Die konstruktiven Gespräche mit der VEL wissen wir sehr zu
schätzen. Darauf möchten wir aufbauen und nun vor Ort persönlich über das weitere Vorgehen
informieren sowie die Anliegen der Betroffenen aufnehmen“, sagt Hubert Jesolowitz,
Projektleiter für die H2-Leitung Emsbüren-Dorsten.

„Eine Rahmenvereinbarung ist aus unserer Sicht immer sinnvoll und auch notwendig, damit
zwischen allen Beteiligten transparente Bedingungen vorliegen. Uns ist neben der finanziellen
Entschädigungsregelung auch besonders wichtig, dass die bodenkundliche Baubegleitung in
der Rahmenregelung klar definiert ist“, erklären Lambert Hurink und Hendrik Gelsmann-
Kaspers, Geschäftsführer der VEL.

Im November 2026 plant Thyssengas Informationsveranstaltungen für die betroffenen
Eigentümer und Bewirtschafter im Leitungsabschnitt Niedersachsen. Dort wird die
Rahmenvereinbarung gemeinsam mit der VEL vorgestellt und über die nächsten Schritte im
Rechtserwerb informiert. Die Veranstaltungen bieten den Betroffenen zudem die Möglichkeit,
offene Fragen direkt mit dem Projektteam zu klären.

Zum Projekt
Mit dem Neubau einer rund 100 Kilometer langen Wasserstoff-Leitung zwischen Emsbüren und
Dorsten schaffen Thyssengas (Vorhabenträgerin) und OGE eine direkte Verbindung zwischen
geplanten Wasserstoff-Kernnetzprojekten im Emsland und in der Ruhrregion. Die Leitung ist Teil
des Nord-Süd-Korridors, über den Wasserstoff von der Nordseeküste und aus den Niederlanden
in Richtung Ruhrgebiet transportiert werden soll. Damit stärkt das Projekt die
Versorgungsperspektive für Industrie, Mittelstand und Kommunen und leistet einen Beitrag zum
Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoff-Infrastruktur. Derzeit bereitet Thyssengas die
Unterlagen für die Planfeststellungsverfahren in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen
vor. Die Antragsabgaben sollen Anfang 2027 erfolgen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter h2-emsbueren-dorsten.de.

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