Gasunie, Open Grid Europe und Thyssengas unterzeichnen Vereinbarung zur Entwicklung eines Wasserstoffkorridors zwischen den Niederlanden und Deutschland

• Grenzüberschreitende Wasserstoffinfrastruktur zwischen den Niederlanden und Deutschland ist entscheidend für die Dekarbonisierung der nordwesteuropäischen Industrie • Vereinbarung zwischen Gasunie, Open Grid Europe und Thyssengas stellt einen bedeutenden Meilenstein für die Verbindung der nationalen Wasserstoffnetze der Niederlande und Deutschland dar • Strategische Chancen für beide Länder: Die Niederlande stellt als Importeur, Produzent und Transitland eine zuverlässige Wasserstoffversorgung für Deutschland sicher

Gasunie und die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe und Thyssengas haben eine Vereinbarung über den gemeinsamen Aufbau eines grenzüberschreitenden Wasserstofftransports zwischen den Niederlanden und Deutschland unterzeichnet. Ziel ist, die beiden nationalen Wasserstoffnetze am gemeinsamen Grenzübergangspunkt Zevenaar (Niederlande) / Elten (Nordrhein-Westfalen) miteinander zu verbinden. Dabei werden, soweit möglich, bestehende Erdgasleitungen genutzt, die auf Wasserstofftransport umgestellt werden. Die Unternehmen streben an, die Verbindung im Jahr 2031 zu realisieren. 

Die Vereinbarung wurde in Anwesenheit der niederländischen Ministerin für Klima und grünes Wachstum, Stientje van Veldhoven, sowie Stefan Rouenhoff, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, anlässlich der „Hydrogen Milestone Ceremony“ in Rotterdam unterzeichnet. Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Fertigstellung des ersten Abschnitts des niederländischen Wasserstoffnetzes von Gasunie gefeiert. Die Vereinbarung unterstreicht das gemeinsame Ziel, die groß angelegte Wasserstoffinfrastruktur in Nordwesteuropa von Anfang an als internationales System aufzubauen. Die Vereinbarung wurde von Hans Coenen (COO Gasunie), Dr. Thomas Hüwener (CEO Open Grid Europe) und Dr. Stefanie Kesting (CEO Thyssengas) unterzeichnet. 

Rhein-Ruhr als strategischer Nachfragemarkt 
Der Grenzübergangspunkt Zevenaar-Elten verbindet die deutsche Industrie und den Chemiesektor mit den Wasserstoffproduktions-, -speicher- und -importanlagen in den Niederlanden. Laut der Vereinbarung liegt der Schwerpunkt in der ersten Phase auf der Anbindung der Rhein-Ruhr-Region, anschließend folgen südliche Standorte wie Ludwigshafen. Auf niederländischer Seite spielt der Delta-Rhein-Korridor in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle als verbindende Infrastruktur zwischen dem Hafen von Rotterdam und dem deutschen Wasserstoffnetz.

Vom Ziel zur Umsetzung 
Die Hydrogen Milestone Ceremony fand im Rahmen des World Hydrogen Summit statt. Hier wurde deutlich, dass die Energiewende von der Vision in die Umsetzung übergeht. Mit der Fertigstellung des ersten Abschnitts des Wasserstoffnetzes in Rotterdam und den Vereinbarungen über grenzüberschreitende Wasserstoffkorridore werden die Grundlagen für weitere nationale und europäische Verbindungen geschaffen. Ein europäisches Wasserstoffsystem ist unerlässlich, um die Energiesicherheit zu stärken, die europäische Industrie zu dekarbonisieren und eine resiliente, zukunftssichere Energieversorgung zu schaffen. 

Dr. Thomas Hüwener, CEO Open Grid Europe: „Die Energiewende braucht starke europäische Partnerschaften. Der Wasserstoffkorridor zwischen den Niederlanden und Deutschland ist ein zentraler Schritt, um Versorgungssicherheit, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung gemeinsam voranzubringen. Dass wir dabei bestehende Infrastruktur nutzen können, macht den Hochlauf schneller, effizienter und wirtschaftlich tragfähig.“ 

Dr. Stefanie Kesting, CEO Thyssengas: „Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken Gasunie, Thyssengas und OGE die Verbindung zwischen regionalem Wasserstoffbedarf und europäischer Infrastruktur. Der Grenzübergangspunkt Zevenaar-Elten wird den Transport aus dem niederländischen Importhafen Rotterdam in die Rhein-Ruhr-Region ermöglichen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung, Versorgungssicherheit der Zukunft in Europa und Resilienz der Industrie und des Mittelstands im Nordwesten Deutschlands.“ 

Bildmaterial 

Bildunterschrift: Gasunie, OGE und Thyssengas unterzeichnen ein Joint Development Agreement für den gemeinsamen Grenzübergangspunkt Zevenaar-Elten, um das niederländische mit dem deutschen Wasserstoffnetz zu verbinden. v.l.n.r.: Stefan Rouenhoff (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Stientje van Veldhoven (niederländische Ministerin für Klima und grünes Wachstum), Hans Coenen (COO Gasunie), Dr. Thomas Hüwener (CEO Open Grid Europe), Willemien Terpstra (CEO Gasunie), Dr. Stefanie Kesting (CEO Thyssengas), Britta van Boven (Geschäftsführerin Gasunie Deutschland) 

Bildquelle: © Anne Reitsma, Abdruck bei Nennung der Quelle honorarfrei

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