Synthetisierte Kraftstoffe – E-Fuels

Bereits in der Transformationsphase wird unser Netz immer wichtiger.

Der Weg in eine vollständig dekarbonisierte Welt wird noch viele Jahre dauern.

Aber schon heute sagen unabhängige Studien (beispielsweise die dena-Leitstudie „Integrierte Energiewende“), dass sich das Ziel einer so gut wie vollständigen Reduktion der CO₂-Emissionen bis 2050 erheblich günstiger erreichen lässt, wenn man statt auf rein strombasierte Anwendungen in allen Sektoren auf einen breiten Mix unterschiedlicher Energieträger, -infrastrukturen und -anwendungen setzt.

Nichtsdestoweniger: Wir haben auch die unvermeidliche Übergangsphase im Blick. Sie wird bei unserem Konzept evolutionär und für alle Beteiligten erträglicher ablaufen.

Wenn mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff Benzin, Diesel oder Kerosin synthetisiert wird, dann können mit diesen sogenannten E-Fuels bestehende Fahrzeuge und Flugzeuge klimaneutral weiterbetrieben werden. Denn diese vor Ablauf ihrer Lebensdauer zu verschrotten, wäre eine gigantische Ressourcen­verschwendung. Zudem verbrennen E-Fuels klimaneutral und sehr viel sauberer als fossile Treibstoffe. Damit können sie auch einen positiven Beitrag zur Senkung der Abgasbelastung liefern.

Erd- und Biogas decken derzeit 24 Prozent des deutschen Energiebedarfs ab.

Im Jahr 2018 haben allein wir sechs Milliarden Kubikmeter Erd- und Biogas zu Verteilnetzbetreibern, Industriebetrieben und Kraftwerken transportiert.

Die kontinuierlich steigende Bepreisung des CO₂-Ausstoßes wird dazu führen, dass Kohle und Öl zunächst durch das deutlich umweltschonendere Erdgas ersetzt werden.

Da das dafür genutzte Netz schrittweise zu einem Wasserstoffnetz um- und ausgebaut werden kann, schaffen wir gleichzeitig die Voraussetzungen für eine gelungene Transformation zur klimaneutralen Energieversorgung mit Wasserstoff.

Übrigens, das Ergebnis der dena-Leitstudie „Integrierte Energiewende“ dazu ist eindeutig: Ein Energiesystem, das auf einen breiten Technologie- und Energieträgermix setzt und die bestehende Gasinfrastruktur einbezieht, ist um 600 Milliarden kostengünstiger als ein allein auf Elektrizität basierendes System.


Wasserstoff für Industriebetriebe

Deutschland wird reif für die Wasserstoff-Ära.

Wir ertüchtigen unser Netz für den diskriminierungsfreien Transport dieses klimaschonenden Energieträgers.

Damit liegt eine gewaltige Aufgabe vor uns. Klimawandel und Politik haben eine neue Dynamik in die Entwicklung hin zur klima­verträglichen Energieversorgung gebracht.

Ehrgeizige Ziele sind gesetzt, ein Zeitplan steht. Der Konsens hat sich gefestigt, dass nur mit der Wasserstoff-Technologie die Ziele effizient erreicht werden können. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, dass klimaneutraler Wasserstoff nicht nur in wachsender Menge zur Verfügung steht, sondern dass er auch flächendeckend geliefert werden kann. Nur so behalten unsere Region und unser Land ihre Wirtschaftskraft. Wir wollen und müssen ohne Verzögerung beginnen, unser Transportnetz auf das neue Energiezeitalter vorzubereiten.

Die Gaswelt wird vielseitiger. Das Erdgas schrittweise durch klimafreundlichere Alternativen zu ersetzen erfordert einen äußerst anspruchsvollen Transformationsprozess.

 

Dazu brauchen wir unser ganzes Wissen und unsere ganze Kraft. Damit Wasserstoffnetze die Grundlage für einen sich entwickelnden Wasserstoffmarkt bilden, der der Allgemeinheit zugänglich ist, braucht es zusätzlich stabile und verlässliche rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen für Investitionen in diesem Bereich. Daher sind rechtzeitige und zuverlässige Weichenstellungen der Politik die unverzichtbare Voraussetzung für die wirtschaftliche und technische Stabilität unserer Energieversorgung.

Belastbare Entscheidungen für zuverlässige Wirkung. Nur so können wir in Zukunft Fortschritte gegen den Klimawandel möglich machen und auch weiterhin Projekte wie beispielsweise unsere neue Gasleitung im Ruhrgebiet von Datteln nach Herne umsetzen. Diese Leitung stellt den Anschluss eines hocheffizienten Gaskraftwerks mit Wärmeauskopplung, das im Vergleich zu einem Kohlekraftwerk deutlich weniger CO₂-Emissionen verursacht, sicher.